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Processing

Banken und Konzernlösungen

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Übersicht über die Kopfstellen-Funktionen

Im Rahmen der Vereinbarung zum "nationalen Geldautomaten-Verbund" (NOV) hat die deutsche Kreditwirtschaft vier Übergabestellen (pro kreditwirtschaftlichem Verband eine) zum Austausch instituts-/verbandsübergreifender Transaktionen aufgebaut. Auf diesen so genannten Kopfstellensystemen werden alle Online-Transaktionen im Rahmen der elektronischen Zahlungsverkehrsanwendungen und der instituts-/länderübergreifenden Verfügungen abgewickelt. Hierbei handelt es sich um nachfolgende Anwendungen:

Geldautomaten 

national
Als erste Anwendung wurde das instituts-/verbandsübergreifende Verfügen am Geldautomat(GA) realisiert. Als Ziel wurde unter anderem vereinbart, dass eine Karte immer an einer Stelle autorisiert wird. Einer der Vorteile für die Kunden ist, dass bei "Nichtverfügbarkeit" eines endautorisierenden Systems die verbandseigene Kopfstelle unter Umständen eine Ersatzautorisierung vornehmen kann. Die PIN wurde in den letzten Jahren durch Einführung neuer PIN-Verfahren noch sicherer.

international
Verfügungen mit ausländischen Debitkarten an den Geldautomaten  der Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. werden vom GA-Betreiber (Kreditinstitut = Aquirer) an unsere Kopfstelle geroutet. Wir leiten die Anfragen dann generell an die First Data weiter, die ihrerseits diese Transaktionen über Europay International an die ausländischen Kartenemittenten (Issuer) zur Autorisierung weiterleitet.

Kreditkarten
Darüber hinaus routen wir auch die an den Geldautomaten der Mitgliedsinstitute akzeptierten Kreditkarten an die entsprechenden Kreditkartengesellschaften weiter. Dieses Routing erfolgt nach bestimmten Kriterien, die sich aus einem Teil der Kreditkartennummer zusammensetzen. Clearing und Settlement der positiv autorisierten Transaktionen werden hierbei jeweils durch den Geldautomaten-Betreiber durchgeführt.

Sperrverarbeitung

Die Dateien mit den gesperrten Kartendaten wurden früher über die Verbandskopfstellen an die Servodata GmbH geliefert und von dort verbandsübergreifend verteilt. Dieses Verfahren wurde zum 31. Dezember 1999 eingestellt, da eine verbandsübergreifende Ersatzautorisierung nicht mehr möglich ist. Heute betreibt die Servodata GmbH das Nottelefon für Kartensperren (ec-Karten und Kundenkarten) der deutschen Kreditwirtschaft (Tel.: 116 116). Diese Sperren werden online oder zyklisch als Batch-Dateien an die entsprechende Verbandskopfstelle weitergeleitet.

electronic cash / girocard

Im Jahre 1989 wurde in Regensburg erstmalig ein POS-Netzbetrieb (Point of Sale/Service) pilotiert (unter anderem mit Hybridkarten), hierbei konnten Waren per ec-Karte oder Bankkundenkarte bezahlt werden (aus dem POS-Netzbetrieb entstanden die heute bekannten electronic cash-/girocard-Anwendungen). Im Falle einer Online-Autorisierung wurde die Transaktion an die Eingangsstelle des entsprechenden kreditwirtschaftlichen Verbandes geroutet. Dieses Projekt legte den Grundstein für das heute weit verbreitete electronic cash-System, bei dem der Netzbetreiber seine Transaktionen an die jeweilige Kopfstelle des Kreditinstitutes routet. Dieses Verfahren wurde einige Jahre später in girocard umbenannt.

electronic cash (Chip)

Mit der Einführung der Chiptechnologie auf den Debitkarten (ec-Karten, Bankkundenkarten) wurde zusätzlich die Anwendung electronic cash offline im Markt etabliert. Hierbei wird dem Kunden ein Verfügungsrahmen in seinen Chip geladen. Erst beim Erreichen bestimmter Parameter geht ein electronic cash-Terminal online und autorisiert den Betrag über die Kopfstelle der VÖB-ZVD Processing beim kontoführenden Kreditinstitut. Dieses geschah zeitgleich mit der Einführung der GeldKarten-Anwendung, bei der die Kopfstellen/Ladezentralen ebenfalls die instituts-/verbands-übergreifenden Ladetransaktionen austauschen.

GeldKarte laden / entladen

Für das Autorisieren des Ladevorganges einer GeldKarte sind die Ladezentralen der Kopfstellen zuständig. Bei GeldKarten unterscheidet man zwischen kontoungebundenen (weißen) Karten und kontogebundenen Karten. Bei kontoungebundenen Karten findet immer ein Laden gegen Terminalkonto statt. Kontogebundene Karten können auch gegen das eigene Kartenkonto geladen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sowohl kontoungebundene als auch kontogebundene Karten gegen andere Zahlungsmittel (Laden gegen andere ec-Karte, Laden gegen Kreditkarte etc.) zu laden. Im Rahmen des institutsübergreifenden Ladens kann dem Karteninhaber ein Ladeentgelt von 1,- EUR in Rechnung gestellt werden, welches dem Terminalbetreiber zusteht. 

Weiterhin besteht die Möglichkeit, an Ladeterminals des eigenen Instituts kontogebundene GeldKarten zu entladen.

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